Die Gründungsgeschichte unserer Schülerfirma

An unserer Schule entstand die erste Schülerfirma. Wir nahmen uns ein Schuljahr (2006/ 2007) lang Zeit, unseren Kiosk zu gründen.

Bevor unsere Firma zu arbeiten begannt, mussten viele Dinge geplant und vorbereitet werden. Das taten wir, die Klasse 9b, im Rahmen unseres Arbeitslehreunterrichts, in fächerübergreifender Zusammenarbeit mit Deutsch, ITG, Berufswahl und BK und der Klasse 7a.


Warum sollten wir eine Schülerfirma gründen?
Was sind Schülerfirmen?
Wie gehen wir vor?
Welche Schritte gab es schon?
Was waren die letzten Schritte?

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Warum sollten wir eine Schülerfirma gründen?

Rahmenplanbezug Arbeitslehre:
  • praxisbezogenes und handlungsorientiertes Erlernen wichtiger Kompetenzen für das spätere Berufsleben
  • Überschreitung fachlicher Grenzen, vernetztes Denken und Handeln fördern
  • Verbindung von Theorie und praktischer Arbeit in verschiedenen Bereichen
  • vorherrschende Unterrichtsmethode: Projektarbeit, viele Dimensionen beinhaltend
Dimensionen Kompetenzbereiche Pflichtbereiche
Berufsorientierung mit Fachwissen souverän umgehen technische Kommunikationsformen
Technikeinsatz selbstständig handeln Begegnung mit der Arbeitswelt
symbol. Darstellungsformen in sozial heterogenen gruppen erfolgreich handeln Planung, Darstellung und ggf. Fertigung und Bewertung eines einf. Gebrauchsgegenstandes
Informations- und Kommunikationstechnik Arbeitsergebnisse präsentieren Lebensmittelverarbeitung und Gesundheit
Ökologie * Betriebspraktikum
Ökonomie * berufsorientierte Information und Beratung
Verbraucherverhalten * Erwerbsarbeit
gesellschaftliche Arbeitsteilung * Arbeit im Haushalt
Produktgestaltung und Design * Berufswahl und Bildungswegentscheidung
historische Entwicklung * *
Waren- und Werkstoffkunde * *
Arbeitssicherheit und Gesundheit * *

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Was sind Schülerfirmen?

Das sind keine realen Firmen, sondern Schulprojekte mit pädagogischen Zielsetzungen. Die Schule bietet den rechtlichen Schutzraum für ihre Durchführung (keine Steuer – Geringfügigkeit bis 3835 € Jahresgewinn, keine Eintragung/ Anmeldung). Schülerfirmen planen, produzieren und verkaufen Produkte und/ oder bieten Dienstleistungen an.

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Wie gehen wir vor?

Am Ende des Schuljahres soll unser Kiosk arbeitsfähig sein. Dazu müssen wir drei Hauptzweige verfolgen:
  1. uns informieren, z.B. über: rechtliche Hintergründe, unternehmerische Grundlagen, Firmen an anderen Schulen, Vertragsangelegenheiten, Struktur einer solchen Firma usw.
  2. die Firma planen, z.B.: Marktanalyse planen und durchführen, Preise erkunden und kalkulieren, Aufgaben verteilen, Logo entwerfen, Konzept schreiben usw.
  3. den Raum gestalten, z.B.: Materialien organisieren, evtl. Sponsoren suchen, die Raumgestaltung konzipieren, den Raum renovieren und einrichten, Möbel in der Werkstatt herstellen usw.

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Welche Schritte gab es schon?

  1. INFORMIEREN:
    • im ITG - Unterricht: Recherche zu Schülerfirmen an anderen Schulen, deren Name, Rechtsform (meist AG oder GmbH), Logo
    • Besuch von Herrn Moser, einem Unternehmensberater, verständliche Beratung zu Grundlagen der Unternehmensgründung, Rechtsform, Preiskalkulation usw.
    • Besuch in der SDW - Neukölln (SiebDruckWerksatt) zwecks Herstellung eigener T - Shirts
    • Besichtigung der Schülerfirmen in der Paul - Löbe - Oberschule
  2. PLANEN:
    • Gründungstreffen aller beteiligten Schüler und Lehrer - Welche Firma wollen wir gründen? - Einigung auf einen Kiosk
    • im ITG - Unterricht: Erstellen eines Fragebogens zur Marktanalyse unter den Schülern und Lehrern
    • zu zweit in den Klassen die Umfrage mit den Schülern machen und danach auswerten
    • im Deutschunterricht: Vorarbeit zum Konzept - "So stelle ich mir unsere Firma und meine Aufgabe darin vor"
    • gemeinsame Überlegung des Namens im Brainstorming - Einigung auf "Shop im ersten Stock"
    • im BK - Unterricht: Arbeiten am Entwurf zum Logo
    • im Deutschunterricht: Entwurf eines Sponsorenbriefs
  3. RAUM GESTALTEN:
    • Besichtigung des uns zur Verfügung stehenden Raumes
    • erste Ideensammlung zur Gestaltung

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Was waren die letzten Schritte?

Nachdem wir die wichtigsten Informationen eingeholt haben, ging es jetzt an die Umsetzung. Wir mussten uns für eine Rechtsform entscheiden (GmbH) und unser Konzept schreiben, alle Aufgaben verteilen, ein Konto einrichten und Startkapital organisieren.
Damit haben wir unseren Raum gestaltet, notwendige Möbel in der Holzwerkstatt selbst hergestellt sowie den Kiosk eingerichtet.
Dann musste unser Logo fertig werden, ein Flyer wurde hergestellt und die Produktpalette festgelegt.
In der Textilwerkstatt entwerfen wir demnächst eigene Schürzen für das Verkaufspersonal.
Anhand der Beispiele aus der Paul - Löbe - Oberschule wurden alle Unterlagen für den Arbeitsablauf und die Buchhaltung vorbereitet.